Sterbeamme

Endliche Fürsorge – Fürsorge in der Endlichkeit

Seminar für pflegende Angehörige

 

Ich merke, wie das Leben aus mir schwindet.

(Vater, 92 Jahre alt)

 

Immer, wenn sich das Leben dem Ende zuneigt, verliert der materielle Körper nach und nach an Kraft. Die betreffende Person kann sich immer weniger selbst versorgen und braucht eine fürsorgliche Unterstützung von außen.

Auf diese Fälle sind Pflegedienste, Alten- und Krankenpfleger*innen, sowie Hospizmitarbeiter*innen vorbereitet. Sie sind darin geschult, körperliche Beschwerden zu lindern.

Diese Kompetenzen haben Angehörige häufig nicht. Sie sind weder auf pflegerische Maßnahmen vorbereitet, noch haben sie das Wissen darüber, welche Anzeichen des Sterbens und somit Abschiednehmens jetzt zunehmend auftauchen können. Angehörige haben oftmals nicht gelernt, was sie tun können, um körperliche – und vielleicht auch seelische – Nöte von Sterbenden zu lindern.

Das Abschiednehmen vom Leben bedeutet auf der körperlichen Ebene die zunehmende Reduktion der Teilnahme am Leben: Abnehmendes Interesse an und zunehmender Rückzug von der Außenwelt. Fehlender Appetit oder Hunger und verminderte Nahrungsaufnahme. Geringer werdende Körper- und allgemein Organfunktionen.

Die zunehmende Einschränkung von körperlichen Fähigkeiten mit gleichzeitiger Zunahme von (körperlicher) Schwäche bringen die Betroffenen in körperliche und seelische Nöte. Es braucht Know-How und Erfahrung um diese (Not-)Zustände zu versorgen und zu lindern.

 

Inhalte:

  • Handgriffe in der Basispflege
  • Symptome von und Hinweise auf zunehmende Schwäche
  • Sensibilität in der Pflege
  • Beachtung von Temperaturen, Lautstärken, Ansprache
  • Besonderheiten bei der Zubereitung von Nahrung
  • Besonderheiten der Mundpflege
  • Berücksichtigung sinnlicher Bedürfnisse
  • Besonderheiten bei Berührungen 
  • Das Lösen vom Körper
  • Verstehen für auffällige Verhaltensweisen Sterbender

 

Das Seminar richtet sich an Angehörige, die für die Pflege von ihren nahen Menschen Verantwortung tragen sowie Interessierte und Betroffene, die keine Fortbildung im Bereich Medizin/Pflege haben.

 

Referentin: Sabrina Seider; Altenpflegerin im Hospiz, Palliativkraft, Pain-Nurse, Wundexpertin, bindungsorientierte Traumaarbeit (nach Corinna Scherwath), Sterbeamme i.A.

 

Datum & Dauer: 16./17. März 2024, jeweils von 10 bis 17 Uhr   (18,5 Unterrichtsstunden (14 Zeitstunden))

Ort: Online (Zoom)

Kosten: € 360 (Sterbeammen/Sterbegefährten € 320)

Anmeldung: Per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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