Sterbeamme

Seelenbilder – Wenn Menschen in Bildern sprechen

Künstler, Kinder, Menschen im Fieber, Träumende, Verliebte, Sterbende und Trauernde nutzen die Symbolsprache um ihren Zustand annähernd auszudrücken zu können. Die verwendeten Bilder stimmen dabei häufig überein, obwohl sie in individuellem Kontext eingebunden sind. Diese „Fremdsprache“ muss erst entschlüsselt und gelernt werden, um mit den Betroffenen kommunizieren zu können. Hierbei ist uns der analytische Verstand eher hinderlich; es gilt, zu assoziieren und unser Gegenüber als Experten für einen „Film“ anzuerkennen, den er selbst real erlebt. Wir stehen als Begleitende dabei außerhalb. Wenn wir das akzeptieren, entfällt auch jede Rechthaberei darüber, welche Aussagen die „echte“ Realität darstellen.  

In dem Seminar wollen wir verschiedene Bilder und Symbole näher betrachten, die für die Aussagen in Abschied und Trauer kennzeichnend und übereinstimmend auftreten können. Wir werden einen nicht rationalen Umgang mit dieser Sprache üben und lernen auf diese Weise in einer existentiellen Krise kreativ zu handeln. 

Inhalte: 

  • Symbolsprache und Analytik 
  • Die Seele auf der Suche nach Ausdruck 
  • Häufige Bildsequenzen im Abschiedsprozess 
  • Assoziation und Verständnis 
  • Grundlagen der unterstützenden Kommunikation 
  • Möglichkeiten der Begleitung Betroffener 

Dauer: 2 Tage von 10.00 bis 16.00 Uhr
Mindestteilnehmer_innenzahl: 10 Personen

Ziel des Seminars ist: die „Fremdsprache“ der Bilder übersetzen zu lernen und somit neue Wege der Kommunikation mit Menschen im Abschiedsprozess zu finden.

Fortbildungspunkte laut Kriterien für beruflich Pflegende werden vergeben ID: 20091329