Sterbeamme

Traueramme/Trauergefährte: Bevor das Kind in den Brunnen fällt – Unterstützung für Kinder und Jugendliche in Trauer (Zusatzfortbildung für Sterbeammen/Sterbegefährten)

Inhalt

Trennungen im Leben und die Auseinandersetzung mit dem Tod sind für Kinder und Jugendliche eine schwere Aufgabe. Jeder Weg in die Zukunft kann erschwert werden, wenn ihnen das Vertrauen in die eigene Zukunft abhanden gekommen ist. 

Erwachsene sind nur wenig darauf vorbereitet, Kinder und Jugendliche in diesen Krisen Wegweiser zu sein und Rat zu geben: die eigene Sprachlosigkeit lässt uns verstummen. Was kann gesprochen werden, wenn niemand Worte findet?

Zusätzlich wird die Begleitung von Kindern und Jugendlichen dadurch erschwert, dass sich die Sichtweise auf junge Menschen in den letzten Jahrzehnten erheblich geändert hat. Mit Unsicherheit stehen wir heute vor dem Phänomen „Kind/Jugendliche*r“. Grundlegend verschiedene pädagogische Ansätze verwirren und erschweren uns den Blick auf unsere eigene souveräne Haltung.

Wir brauchen Erwachsene, die sich mit Grenzfragen des Lebens beschäftigen, ohne anderen ihr eigenes Dogma überzustülpen. Die Freiheit des Denkens ist ein hohes Gut für alle Menschen – Kinder und Jugendliche nehmen sehr sensibel jede Schauspielerei war, sie brauchen die Authentizität der Erwachsenenwelt, um sich in ihrer eigenen Position wiederfinden zu können. Dazu gehört, ein Kind in seiner Tiefe wahrzunehmen. Wir als Betreuer_innen und Eltern stehen vor der Aufgabe, diesen Auftrag mit allen Konsequenzen anzunehmen und souverän unsere eigenen Fragen zu stellen und Zweifel zu äußern.

Der angebotene Kurs richtet sich an alle Sterbeammen und Sterbegefährten, die beruflich und privat in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen tätig sind (Eltern – Erzieher*innen – Sozialpädagog_innen – Lehrer*innen – Tagesmütter/Tagesväter). Es hat sich gezeigt, dass die in der Sterbeammen-/Sterbegefährten-Fortbildung vermittelten Kenntnisse wichtige Grundlagen für die Trauerammen-/Trauergefährten-Tätigkeit darstellen. Diese Grundlagen sind Voraussetzung für die Teilnahme an der Zusatzausbildung.

Schwerpunkte 

  • Kinder – Jugendliche und Erwachsene
  • Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen
  • Krisen und mögliche Folgen von Trennung und Trauer
  • Kreative Ideen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Buchempfehlungen, Filmempfehlungen, Arbeitsmaterialien werden gegeben.

Es gelten die gelernten Inhalte der Fortbildung zur Sterbeamme/zum Sterbegefährten.

Dauer: 4 Blöcke à 16 Std. (jeweils an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, 9.00 bis 17.00 Uhr und am Folgetag 9.00 bis 13.00 Uhr), verteilt auf ein Jahr
Mindestteilnehmer*innenzahl: 12 Personen

Wir nehmen Bildungsgutscheine an.

Fortbildungspunkte laut Kriterien für beruflich Pflegende werden vergeben ID: 20091329