Sterbeamme

Ein Tag mit Herrn Jules

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Bild: Rowohlt Verlag Reinbek

Diane Broeckhoven 

Rowohlt Verlag Reinbek, 2006

Ein altes Ehepaar wohnt gemeinsam, seit vielen Jahren Ehe in der Wohnung. Als die Frau eines Morgens aufsteht, ist ihr Mann tot.  

Vieles geht in an diesem Tag durch den Kopf. Sie sitzt neben ihrem toten Mann und bemüht sich, alles, was Normalität ist, festzuhalten. Einziger Besuch an diesem Tag ist der Nachbarjunge, der autistisch ist und seine gewohnte Schachpartie mit Herrn Jules spielen will. Doch gerade dieser Besucher hilft ihr, den Tag Stück für Stück zu durchleben. 

Die Witwe erinnert sich an die Ehezeit und auch an die Ehekrise vor vielen Jahren. In ihren Gedanken spricht sie mit ihrem toten Mann. Erst am nächsten Morgen ist sie in der Lage, ihren Sohn zu informieren und den formalen Abschied einzuleiten. 

In diesem Buch wird eine ruhige Fassungslosigkeit angesichts des Todes dargestellt.  Es beschreibt den ersten wichtigen Abschiedsschritt, der seine Zeit braucht. In der fast ruhigen Beschreibung verliert der Tod einen Teil seines Schreckens.