Sterbeamme

Lilly ist ein Sternenkind

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Bild: edition riedenburg

Heike Wolter (Autorin), Regina Masaracchia (Illustratorin)

edition riedenburg, 2014


Elias und Malin sollen eigentlich die großen Geschwister werden. Beide Kinder warten gespannt auf ihre kleine Schwester Lilly. Doch Lilly wird tot geboren und die Eltern, die Geschwister und die Großeltern bleiben sprachlos und traurig zurück. Die Geschwisterkinder gestalten den Abschied mit und zeigen Handlungsfähigkeit. Sie malen Bilder und planen, welche Geschenke sie mit zum Friedhof nehmen können.

Auch die Frage, wo Lilly sich jetzt befindet, erhält zarte Antwortmöglichkeiten: Lilly ist ein Sternenkind geworden. Malin ist der sicheren Meinung, dass Lilly jeden Tag bei ihr ist, während die Erwachsenen (vornehmlich) der Meinung sind, Lilly würde in der Erinnerung weiterleben.

Die Autorin Heike Wolter hat den Mut, klar und deutlich auszusprechen, wie sich der Tod in der Welt zeigt. Sie hat auch den Mut, einen Abschied darzustellen, wie er heute leider noch ausgesprochen selten ist: die Kinder nehmen gemeinsam mit den Erwachsenen Abschied, sie berühren ihre tote Schwester und erfassen erfahren dabei, was „Tot sein“ bedeutet.

In dem Buch gestalten die Kinder den Abschied mit und werden wieder handlungsfähig. Sie malen Bilder und planen, welche Geschenke sie mit zum Friedhof nehmen können.

Auch die Frage, wo Lilly sich jetzt befindet, findet zarte Hinweise: Lilly ist ein Sternenkind geworden. Malin ist der sicheren Meinung, dass Lilly jeden Tag bei ihr ist, während die Erwachsenen (vornehmlich) der Meinung sind, Lilly würde in der Erinnerung weiterleben.

Die Sichtweisen wo und in welcher Form Verstorbene fortbestehen, wird aus kindlicher sowie erwachsener Perspektive (als unsichtbare Kamerad_innen oder allein in der Erinnerung) dargestellt. Heike Wolter lässt diese beiden Realitäten nebeneinander (be-)stehen.

Das Buch berührt und stellt die Vorstellungen und oftmals pragmatischen Sichtweisen von Kindern dar und gibt trauernden Erwachsenen Anregungen für den Umgang mit Kindern. Die Herausforderung, die trauernde Erwachsene für Kinder sind, wird im Buch anschaulich beschrieben.

Dies ist ein Buch, dass es trauernden Erwachsenen erleichtert, mit Kindern in ein Gespräch zu kommen. Klare Worte und bunte Bilder laden dazu ein, sich dem Thema zu stellen und ehrlich mit Kindern umzugehen.

Siehe auch andere Titel von Wolter:

Mein Sternenkind, 2012.
Oma war die Beste!, 2011.

Sämtlich erschienen bei edition riedenburg.